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Zucht & Inkubation - Pantherophis guttatus

Hat man sich länger mit dem Thema Kornnattern beschäftigt und pflegt seit einiger Zeit ein oder zwei Exemplare, kommt bei vielen nach einiger Zeit der Wunsch auf seine Tiere zu verpaaren. Hierbei sollte man sich überlegen, ob man auch genügend Abnehmer für eventuellen Nachwuchs findet, da Kornnattern nicht selten 15-20 Eier legen. Auch sollte man bedenken, dass die Kleinen einzelne Aufzuchtterrarien (z.B. Faunaboxen) benötigen und 1-2 Babymäuse pro Woche verschlingen - all dies kostet auch nicht wenig Geld und benötigt Platz. Desweiteren sollte man sich ein wenig mit der Genetik auseinandersetzen und die "Mendel'schen Regeln" verstehen lernen, um nicht unnötig wildfarbene Kornnattern zu produzieren, da der Markt an wildfarbenen Kornnattern mehr als gesättigt ist und man so mit ziemlicher Sicherheit auf den Kleinen sitzen bleiben wird!!

Sehr schöne und ausführliche Genetik-Tutorials finden sie auf www.Kornnatter.de und Dorka.de. Ebenso ist die Seite www.genetic-calculator.de sehr zu empfehlen. Wichtig ist aber trotzdem das man sich die Zeit nimmt die verschiedenen Genetik-Tutorials zu lesen um die Vererbungslehre zu verstehen.

Aus den genannten Gründen sollte man seine Kornnattern eben nicht wahllos zusammensetzen und vermehren, sondern die Partner entsprechend wählen um so ein gewisses vorher gestecktes Zuchtziel zu erreichen. Ist man bereit, diese Dinge in Kauf zu nehmen und kann man die kleinen Babyschlangen später auch in gute Hände abgeben, steht den Zuchtplänen eigentlich nichts mehr im Wege.

Die Geschlechtsbestimmung

Bildquelle: Kornnattern und Erdnattern von Dieter SchmidtGrundvoraussetzung für die Verpaarung sind natürlich zwei Tiere unterschiedlichen Geschlechts. Da man den Kornnattern äußerlich die Geschlechtsunterschiede nicht sicher ansieht, ist es als unerfahrener Halter nicht gerade einfach die Geschlechter zu bestimmen. Daher ist es immer gut, wenn man sich die Geschlechter schon beim Kauf vom Züchter seines Vertrauens bestimmen lässt. Bildquelle: Kornnattern und Erdnattern von Dieter Schmidt

Bildquelle: Kornnattern und Erdnattern von Dieter SchmidtZur Geschlechtsbestimmung gibt es unterschiedliche Methoden, eine ist es an Hand der Schwanzlänge das Geschlecht zu bestimmen. Bei Männchen ist der Schwanz länger und verjüngt sich allmählich, während der Schwanz bei Weibchen etwas kürzer ist und sich bereits hinter der Kloake stark verjüngt. Diese Methode ist jedoch sehr ungenau und kann bei Babynattern schon mal zu Falschbestimmungen führen.

Bildquelle: Kornnattern und Erdnattern von Dieter Schmidt

Eine weitere und die wohl am häufigsten praktizierte und sicherste Möglichkeit ist das "Poppen" oder "Knacken". Hierbei wird die Natter vorsichtig am Schwanz fixiert und dann mittels sanften Druck des Daumens vom Schwanz zur Kloake die Hemipenes ausgestülpt, sofern es sich um ein Männchen handelt. Diese Methode ist nur bei Schlüpflingen und am Besten nach erfolgter Häutung anzuwenden, da die Muskeln im Schwanz noch nicht so ausgeprägt sind und man so die Hemipenes noch gut herausmassieren kann. Die Verletzungsgefahr ist ziemlich hoch und daher ist dies nichts für unerfahrene Halter!!

Bildquelle: Kornnattern und Erdnattern von Dieter SchmidtEine schon lange praktizierte, sichere Methode, die jeder reptilienerfahrene Tierarzt beherrscht, ist das Sondieren subadulter oder adulter Kornnattern. Dabei wird eine metallene Knopfsonde vorsichtig schwanzwärts in die Kloake geführt. Beim Männchen dringt die Sonde dabei mehrere Zentimeter tief in die Hemipenestaschen ein, während man beim Weibchen manchmal nur einen Zentimeter oder weniger eindringt aufgrund der fehlenden Hemipenestaschen. Auch hier ist die Verletzungsgefahr für das Tier sehr gross und es sollte nur von absolut versierten Profis oder vom Tierarzt durchgeführt werden. Bildquelle: Kornnattern und Erdnattern von Dieter Schmidt

In den folgenden Videos erklärt Kathy Love sowohl das Poppen als auch das Sondieren von Kornnattern. Diese Videos sind keine Anleitung im eigentlichen Sinne, sie dienen lediglich zu Informationszwecken - niemand sollte ohne es von einem versierten Züchter gezeigt zu bekommen an Tieren herumexperimentieren!!

Die Geschlechtsreife

Meistens sind Kornnattern im Terrarium schon nach ca. 2 Jahren geschlechtsreif, wobei es auch Fälle gibt bei denen es deutlich früher der Fall ist. Daher ist die Geschlechtertrennung in jungen Jahren extrem wichtig. Weibchen die zu früh trächtig werden und Eier austragen bleiben im Wachstum zurück und erholen sich dann nur schlecht von den Strapazen oder können im schlimmsten Fall sogar eine Legenot erleiden. Die Geschlechtsreife ist daher unwichtig. Wichtig ist, dass das Kornnatterweibchen in der richtigen Kondition ist, also das richtige Gewicht hat. Wir sprechen hier also eher von der Zuchtreife. Wir ziehen nur Weibchen zur Zucht heran die wenigstens 300g, besser 350g oder mehr wiegen. Die Grösse und das Gewicht der Männchen hingegen spielt keine Rolle, da sie keine Eier austragen müssen.

Die Winterruhe

Um den natürlichen Jahreszyklus der Kornnatter zu imitieren ist eine Winterruhe wichtig. Dabei sollte sichergestellt sein, dass sich die Kornnattern vorher noch einmal gehäutet haben und der Darm komplett entleert ist, damit keine Nahrungsreste im Magen in Zersetzung übergehen. Dies erreichen wir dadurch, dass wir das Füttern 2-3 Wochen vor der Winterruhe einstellen und dann langsam die Tageslichtlänge und die Temperatur runterfahren. Wir bevorzugen die sogenannte warme Überwinterung bei etwa 12°C. Diese Form der Überwinterung ist von wesentlich kürzerer Dauer, da der Stoffwechsel der Schlangen hier nicht komplett heruntergefahren wird und dauert meistens nur 5-8 Wochen. Danach werden Temperatur und Tageslichtlänge wieder langsam über ca. 2-3 Wochen angehoben, bis letztlich wieder der "Normalbereich" erreicht ist. Durch die Winterruhe wird erreicht, dass die männlichen Spermien besser reifen können und die Paarungslust der Schlangen stimuliert wird. Generell ist es auch möglich seine Tiere ganzjährig ohne Überwinterung zu halten, jedoch sollte dann wenigstens die Tageslichtlänge mit der Länge in unseren Breiten übereinstimmen um so wenigstens einen Anreiz zur Paarung zu geben. Eine Voraussetzung zur erfolgreichen Verpaarung ist die Winterruhe nicht, da Kornnattern so vermehrungsfreudig sind, dass sie meistens auch so in Paarungslaune kommen, jedoch reifen die Spermien des männlichen Tieres während eines kühleren Winters und werden somit fruchtbarer. Ausserdem ist es für den Allgemeinzustand der Nattern einfach besser.

Die Paarung

Nach beendeter Winterruhe und abgeschlossener Häutung (manchmal sogar schon vorher) gehen die Kornnattern meist nahtlos in die Fortpflanzungsperiode über. Sie erkennen das jeweilige Geschlecht an Pheromonen (Duftstoffen) die sie erzüngeln. Daher kann es während der Paarungszeit zwischen vergesellschafteten Männchen zu sogenannten Kommentkämpfen kommen. Diese Kämpfe gehen zu 99,9% ohne Verletzungen aus und dienen nur der Revierverteidigung um das Weibchen. Dabei versuchen sie sich gegenseitig die Köpfe zu Boden zu drücken und der Unterlegene sucht dann irgendwann das Weite. Trifft ein Männchen auf ein Weibchen kriecht er ihr nervös und erregt hinterher, wobei er ständig zuckende Bewegungen macht. Dies geht meist so lange bis das Weibchen paarungsbereit ist und sollte als eine Art Vorspiel gewertet werden, auch wenn es teilweise wie eine Hetzjagd durch das Terrarium aussieht...

Bei der eigentlichen Paarung umschlingt das Männchen den Schwanz des Weibchens und platziert seine Kloakenöffnung auf der des Weibchens und führt einen Hemipenes in die Kloake des Weibchens ein (siehe Foto oben, roter Kreis) und es kommt zur eigentlichen Kopulation. Dabei liegen die Schlangen leicht zuckend aber sonst nahezu bewehungslos in ihrem Terrarium und verharren so bis zu 60 Minuten. Nach beendeter Kopulation trennen sich beide und das Männchen zieht seine Hemipenes wieder ein. In den nächsten Tagen kann es zu weiteren Paarungen kommen, wobei man das Männchen bald getrennt unterbringen muss, damit das Weibchen während der folgenden Trächtigkeit nicht ständigen Störungen des Männchens ausgesetzt ist.

Die Trächtigkeit

Die Trächtigkeit dauert meist zwischen 30-50 Tagen und in den kommenden Wochen wird man feststellen, dass die Kornnatter an Umfang zunimmt und einen grossen Hunger an den Tag legt, daher sollte man die trächtige Kornnatter gut füttern. Gegen Ende der Trächtigkeit wird das Weibchen in den meisten Fällen das Fressen einstellen und dann anfangen unruhig durch das Terrarium zu kriechen. Spätestens jetzt muss ein geeigneter Eiablageplatz geboten werden, besser noch ist es wenn man diesen ganzjährig im Terrarium belässt um diesen Grund für eine Legenot (siehe HIER) von vorn hinein ausschliessen zu können. Der Eiablageplatz kann z.B. ein Blumentopf mit Deckel in dem ein Schlupfloch ist oder ähnliches sein, wichtig ist das die Schlange gut hinein passt aber dennoch eine gewisse Enge verspürt, was ihr eine grössere Sicherheit vermittelt. Als Substrat hat sich Vermiculit bestens bewährt und ist in fast jedem Zoohandel zu bekommen, aber auch Erde, Erde-Sand-Gemische und ähnliche Materialien eignen sich hervorragend. Das Substrat sollte etwa 20 cm hoch sein, damit die Kornnatter eine schöne Mulde hinein pressen kann und nur feucht, keinesfalls nass sein. Die Temperatur im Ablagebehälter sollte ca. 24-26°C betragen. Meist kommt es 1-2 Wochen vor der Eiablage zu einer Häutung des Weibchens und man kann schon die Eier im Körper der Schlange ertasten oder sogar sehen.

Die Eiablage

Mit dem Absetzen der Eier und dem damit verbundenen Suchen eines geeigneten Ortes der Inkubation endet die Verantwortung für die Kornnatter. Die Eiablage selbst beginnt meist am frühen Abend und ist dann am nächsten morgen beendet. Es kann vorkommen, dass die Kornnatter sich zwischen den einzelnen Eiern einfach Zeit lässt und Kraft sammelt, daher sollte man sie nur herausheben, wenn man ganz sicher ist, dass alle Eier gelegt wurden. Im Normalfall verlässt das erschöpfte Weibchen bald das abgesetzte Gelege um sich in ihrem Versteck von den Strapazen zu erholen. Man sollte die Schlange dann 2-4 Tage komplett in Ruhe lassen, bevor man ihr wieder ein kleines Futtertier anbietet. In den folgenden Wochen sollte man das Weibchen dann wiederum gut füttern, da Kornnattern während einer Trächtigkeit bis zu 50% ihres Gewichts verlieren können und dies erstmal wieder aufgebaut werden muss.

Inkubation

Bevor man sich mit dem Gedanken beschäftigt seine Kornnattern zu Verpaaren, muss eine geeignete Möglichkeit die Eier zu zeitigen (inkubieren) vorhanden sein, da Kornnattern nicht wie einige Pythonarten eine aktive Brutpflege betreiben, sie legen die Eier an einen für sie als geeignet erscheinenden Ort ab und verlassen diese dann.

Die einfachste und günstigste Variante ist aus einem alten Aquarium einen Inkubator zu bauen. Es gibt zwar professionelle Brutapparate zu kaufen, jedoch sind diese oft recht teuer und eigentlich nichts anderes, als die Eigenbau-Variante.

Wir inkubieren alle unsere Schlangeneier in einem zum Inkubator umfunktionierten Aquarium. Dazu haben wir ein altes Aquarium an allen Seiten und unten mit 2cm dicken Styroporplatten aus dem Baumarkt beklebt, somit ist schon einmal eine optimale Wärmedämmung gewährleistet. Im nächsten Schritt haben wir normale Ziegelsteine ins Aquarium gelegt und Wasser eingefüllt, bis die Steine fast komplett bedeckt sind. Darauf stellen wir dann die Dose mit den in feuchtem Vermiculit gebetteten Eiern. In das Wasser haben wir einen normalen regelbaren Aquarienheizstab gelegt, womit wir die nötige Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit im Inkubator regeln. Zum Schluss wird der Inkubator mit einer schräg aufgelegten Glasplatte abgedeckt; um die Temperatur und Luftfeuchte zu halten haben wir diese Deckelplatte wiederum mit Styropor beklebt. Die schräge Deckelplatte verhindert, dass am Deckel hängendes Kondenswasser auf die Eier tropft - es läuft nach unten ab und tropft zurück in den Inkubator. Ein Messgerät für die relative Luftfeuchtigkeit und die Temperatur vervollständigen die Einrichtung. Wichtig ist, den Inkubator vorher ausgiebig zu testen, um eine optimale und erfolgreiche Inkubation zu gewährleisten.

Die Inkubation selbst ist relativ einfach und komplikationslos, wenn die allgemeinen Bedingungen stimmen. Nach beendeter Eiablage werden die Eier in einer Dose mit feuchtem (nicht nassen!!!) Vermiculit gebettet. Dabei ist äusserste Vorsicht angesagt, da die Eier nicht gedreht werden dürfen. Ein Drehen der Eier kann zum Absterben des Embryos führen. Als Brutsubstrat sind natürlich auch andere Materialien geeignet, z.B. Erde, Erde-Sand-Gemische, oder Spaghnum Moos. Die Hauptaufgabe des Substrates besteht darin, die nötige Umgebungsfeuchte für unsere Eier zu erreichen und zu halten. Dann stellt man die Dose mit den Eiern in einen vorbereiteten Brutkasten. Die optimale Zeitigungstemperatur liegt zwischen 26-28°C und die optimale relative Luftfeuchte liegt bei 90-100%. Nun besteht unsere Aufgabe darin, alle 2 Tage zu schauen, wie sich die Eier entwickeln und dabei den Inkubator kurz zu lüften, um einen Gasaustausch zu erreichen. Schimmelnde Eier sollten möglichst entfernt werden, damit der Schimmel nicht übergreifen kann. Dies geschieht am Besten mit einer Nagelschere, mit der die befallenen Eier von den gesunden Eiern abgeschnitten werden ohne die gesunden Eier kaputt zu machen. Ausserdem sollte man stets die richtige Temperatur und Luftfeuchte kontrollieren und verdunstetes Wasser wieder auffüllen.

Hält man sich an diese Vorgaben und hat man befruchtete Eier erhalten, so kann man mit einer Inkubationsdauer von etwa 55 - 65 Tagen rechnen. Nach dem Schlupf sind die Kleinen schon selbstständig und können in ihre Aufzuchtbecken überführt werden, wo wir Ihnen nach der ersten Häutung zum Ersten mal etwas zum Fressen anbieten.

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